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Willkommen in der Gartenlaube
Träume
nicht von fernen Gärten,
freue
dich an den Blumen vor deiner Tür.

  
Lebe heute!
An das Gute von gestern magst du getrost denken.
Träume von den schönen Dingen, die morgen kommen mögen.
Aber verliere dich nicht ins Gestern oder ins Morgen.
Gestern: schon vorbei.
Morgen: kommt erst noch.
Heute: der einzige Tag, den Du in der Hand hast.
Mach daraus deinen besten Tag!
Phil Bosmans
  
Der
Rosenelf
Inmitten
eines Gartens wuchs ein Rosenstrauch,
der war ganz voller Rosen,
und in einer davon, der schönsten von allen,
wohnte ein Elf; er war so winzig klein,
dass kein menschliches Auge ihn sehen konnte,
hinter jedem Blatt in der Rose
hatte er so wohlgestalt und hübsch,
wie ein Kind nur sein konnte,
und hatte Flügel an den Schultern,
hinab bis zu den Füßen.
Oh, es war ein Duft in seinen Zimmern,
und wie hell und schön waren die Wände!
Sie waren ja die feinen hellrosa Rosenblätter.
Hans
Christian Andersen
 
Einst
einmal am Wegesrand,
ich eine schöne Blume fand.
Ich sah sie an und dachte dran,
ob ich sie wohl auch pflücken kann.
Doch dann sagte ich zu mir,
pflück ich sie jetzt, dann welkt sie mir.
So ließ ich sie dort in dem Graben,
ihren Samen Früchte tragen.
Und komm ich heute dort vorbei,
dann gibt es ihrer vielerlei.
Ach wie ich mich darüber freu!

Hans Christian
Andersen Die Schnecke und der Rosenstock
Blumen
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Im
Glück sie strahlen
Die Farben es malen.
In Liebe sie prangen
Voll Duft und Verlangen.
Heimlich sich neigen
Sich küssen und schweigen. |
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Verzehrendes
Warten
Im blühenden Garten.
Bis Liebreiz sie pflückt
Vom Anblick beglückt.
Mit zärtlicher Hand
Zum Strauße sie band. |
Rosen
am Wege
den Müden erfreuen,
beflügeln des Wanderers Schritt.
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Rosen
am Wege
Hoffnung erwecken,
leuchtend auf steinigem Pfad. |
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Rosen
am Wege
Glück mir verheißen,
goldene Tore sich öffnen.

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Kleine
Blüten, anspruchslose Blumen,
Waldrandschmuck
und Wiesendurcheinander,
rote,
weiße, gelbe, blaue Blumen
nahm
ich im Vorbeigehn mit nach Hause.
Kamen
alte, liebe Zeiten wieder:
Auf
den Feldern wehten grüne Hälmchen,
süß
im Erlenbusche sang der Stieglitz,
eine
ganze Welt von Unschuld sag er
mir
und dir.
Detlev
von Liliencron
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Blumenduft
vom Nachbarfenster
Weht der Wind zu mir herein,
Und es scheint ein Gruß der Liebe
Aus der Ferne mir zu sein.
  
Ich
ruhe still im hohen, grünen Gras
und
sende lange meinen Blick nach oben,
von
Grillen rings umschwirrt ohne Unterlass,
von
Himmelsbläue wundersam umwoben.
Und
schöne, weiße Wolken ziehn dahin
durchs
tiefe Blau, wie schöne stille Träume:
Mir
ist, als ich längst gestorben bin,
und
ziehe selig mit durch ew'ge Räume.
Hermann
Ludwig Allmers

Freundschaft
ist die Blüte eines Augenblickes
und
die Frucht der Zeit.
August
von Kotzebue
  
Blumen können nicht blühen ohne die Wärme der Sonne.
Menschen können nicht Mensch werden ohne die Wärme der Freundschaft.
Phil Bosmans
  
   
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