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in meinem Paradies - meinem Garten Eden.

Den
Garten betritt man nicht mit den Füßen,
sondern mit dem Herzen.
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Schneeglöckchen,
ei, bist du schon da?
Ist denn der Frühling schon so nah?
Wer lockte dich hervor ans Licht?
Trau doch dem Sonnenscheine nicht!
Wohl gut er's eben heute meint,
Wer weiß, ob er dir morgen scheint?
Ich warte nicht, bis alles grün;
Wenn meine Zeit ist, muss ich blühn.
Hugo
von Hofmannsthal
(1874-1929)

Die
Malve
Wieder
hab ich dich gesehen
blasse Malve! Blühst du schon?
Ja, mich traf ein schaurig Wehen
All mein Frühling welkt davon
Bist du doch des Herbstes Rose
der gesunkenen Sonne Kind
bist du starre, düftelose
deren Blüten keine sind.
Uhland,
Ludwig
(1787-1847)

~*ROSEN-FOTOS*~
Die
Lilie blüht, ich bin die fromme Biene,
Die in der Blätter keuschen Busen sinkt,
Und süßen Tau und milden Honig trinkt,
Doch lebt ihr Glanz, und bleibet ewig grüne
So [ist] dann selig mein Gemüt
Weil meine Lilie blüht!
Die
Lilie blüht, Gott, laß den Schein verziehn,
Damit die Zeit des Sommers langsam geht,
Und weder Frost noch andre Not entsteht,
So wird mein Glück in dieser Lilie blühn,
So klingt mein süßes Freudenlied:
Ach, meine Lilie blüht!
Clemens
Brentano(1778-1842)

Zärtlichkeit
Der
blaue und der weiße Flieder
Umduftet unsere Laubenbucht,
Goldregen pendelt auf uns nieder
Der blütenschweren Zweige Wucht.
Viele
weiße Schmetterlinge fliegen,
Der Spötter singt im Rosendorn,
Ganz langsam sich die Zweige wiegen.
Ein warmer Wind geht über das Korn.
Die
Sonne spielt auf deinen Händen,
Die lässig ruhn auf deinem Kleid,
Mein Blick will sich davon nicht wenden,
Mein Herz denkt lauter Zärtlichkeit.
Löns,
Hermann
(1866-1914)

Das
Veilchen
Als
ich das Veilchen heut gefragt,
ob jetzt im Lenz kein Morgen tagt,
wo Gram und Leid mir ganz vergeh'n,
da hat's mich traurig angeseh'n.
Und
als ich dann die Frage tat,
ob dieser Morgen nicht mir naht,
wenn einst der nächste Lenz erscheint,
da hat sein Köpfchen es verneint.
Und
als ich endlich, halb verzagt,
das Veilchen noch zu letzt gefragt,
ob mir der Schmerz denn niemals schweigt,
da hat es sich hinabgeneigt
Vincenz
Zusner(1803-1874)
~*~~*~~*~~*~~*~~*~
"Die
Welt ist allezeit schön" (Barthold Heinrich
Brockes)
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